Öffnungszeiten:
Geöffnet bis Ende Oktober 2011 und von Mitte Dezember 2011 bis Ende Oktober 2012.
Das Tauernhaus ist zu Fuß, mit dem Mountainbike oder mit unserem Nationalparktaxi erreichbar.
Gehzeit von Krimml (1.076 m): 03:15
Gehzeit vom Parkplatz Trattenköpfl (Gerlospassstraße) (1.166 m): 02:30
Über das Krimmler Tauernhaus
Die "alte Taferne in der Achen" .
Das Krimmler Tauernhaus diente schon im Spätmittelalter Reisenden über den Krimmler Tauern von Salzburg ins Tiroler Ahrntal als Stützpunkt und Raststätte. Säumer, die in der warmen Jahreszeit mit ihren Tragtieren Wein und Brandwein aus dem Süden importierten und dort Salz als Gegenfracht feilboten, aber auch wandernde Handwerker und Bauern benützten den schwierigen Weg über den Krimmler Tauern. Sie alle fanden in der "Taferne in der Achen" Aufnahme und erhielten dort Verpflegung und Unterkunft.
Als 1906 Simon Geisler, der Urgroßvater des heutigen Tauernhauswirtes Friedl Geisler, das Tauernhaus erwarb, baute er es mit enormen Fleiß zu einem prächtigen Einkehrhaus aus. Ein zusätzliches Obergeschoß bot übernachtenden Gästen mehr Platz und ein sorgfältiger Umbau im Erdgeschoß, bei dem die 600 Jahre alte Stube in vorausschauender Weise unangetastet blieb, verwandelte die "alte Taferne" in ein zeitgemäßes alpines Schutzhaus und Gasthaus. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges modernisierte Simon Geisler das Tauernhaus durch die Errichtung eines Kleinkraftwerkes und durch die Installation einer Freileitung, mit der der Nationalratsabgeordnete jederzeit mit der Außenwelt telefonisch in Kontakt treten konnte.
Als nach dem Zweiten Weltkrieg rund 5000 verfolgte Juden aus Osteuropa illegal den Krimmler Tauern und die Grenze von Österrich nach Italien überquerten, um nach Eretz Israel zu gelangen, kümmerte sich die Wirtin Lisl Geisler um die Flüchtlinge, die sie aufopfernd mit dem Nötigsten, einer warmen Stube und einer Mahlzeit, versorgte.
Bis 1999 führten Adolf und Franziska Geisler die Gastwirtschaft. In Ihrer fast 40-jährigen Periode als Wirtsleute des Krimmler Tauernhauses modernisierten und verbesserten Sie das Krimmler Tauernhaus stetig. In dieser Zeit wurde auch ein Fahrweg geschaffen, mit dem das Tauernhaus und die Almen des Krimmler Achentales besser erreicht werden konnten. Seit 1984 der Nationalpark Hohe Tauern errichtet worden ist, ist das Krimmler Tauernhaus der einzige Bauernhof auf Nationalparkgebiet.
1999 übernahmen Friedl und Gundi Geisler Haus und Hof. Mit Umsicht und Weitblick haben sie das Tauernhaus mit Rücksicht auf die besondere Landschaft, auf Natur- und Umweltschutz modernisiert. Das Tauernhaus selbst ist mit viel Gefühl ausgebaut worden und verbindet zeitgemäßen Komfort mit dem funktionalen Charakter einer Schutzhütte. Friedl und Gundi Geisler legen viel Wert auf eine reichhaltige Küche mit regionalen Spezialitäten, für die sie zu einem Gutteil Milch- und Fleischprodukte aus der eigenen Landwirtschaft verwenden.
Mit Traditionsbewusstsein und Stolz pflegen sie das Krimmler Tauernhaus als geschichtsträchtiges Schmuckstück im Krimmler Achental, das Gästen, Bergwanderern, Bergsteigern und Tourengehern im Sommer wie im Winter mit ehrlich gemeinter Gastfreundschaft Tür und Tore öffnet.


















